Arcane Dimensions Tour 2026 – Finale in Frankfurt: Ein Abend zwischen Energie-Explosionen, Gänsehaut und Abschiedsmomenten
Der letzte Tourabend einer monatelangen musikalischen Reise hätte kaum intensiver, emotionaler oder epischer sein können: EPICA, Amaranthe und Charlotte Wessels verwandelten die myTicket Jahrhunderthalle Frankfurt in ein brodelndes Zentrum symphonischer Klangwelten, dröhnender Härte und unzähligen Gänsehautmomenten. Die „Arcane Dimensions Tour 2026“ verabschiedete sich mit einem Finale, das sowohl wie ein Triumph als auch wie ein liebevoller Abschiedsgruß wirkte – laut, strahlend und emotional aufgeladen.
Charlotte Wessels eröffnet den Abend – leise, stark, dankbar
Den Auftakt machte Charlotte Wessels, die längst aus dem Schatten ihrer Delain-Vergangenheit herausgetreten ist und mit ihren Solowerken eine eigene, unverwechselbare Welt geschaffen hat. Keine große Bühnenshow, keine überbordenden Effekte – doch Wessels braucht das alles nicht.
Ihre Stärke liegt in der Intimität, in ihrer warmen Stimme und in der Art, wie sie das Publikum mit wenigen Worten in ihren Bann zieht.
Ein erstes echtes Highlight folgte bereits beim zweiten Song: „Dopamine“ – live erstmals gemeinsam mit Simone Simons.
Ein Überraschungsmoment, der die Halle sofort kollektiv jubeln ließ und sich wie ein kleiner Blick hinter die Kulissen dieser besonderen Tour anfühlte. Zwei Stimmen, die harmonisch ineinanderfließen, zwei Künstlerinnen, die offensichtlich die gemeinsame Zeit auf dieser Reise genossen haben.
Wessels verabschiedete sich mit ehrlichen Worten der Dankbarkeit – und das Publikum nahm sie mit offenen Armen an.
EPICA zünden die erste Headliner-Explosion
Kaum war die Bühne neu aufgebaut, war klar: jetzt wird’s groß.
Riesige LED-Wände, eine erhöhte Plattform, ein Meer aus Licht – EPICA fuhren an ihrem letzten Tourabend alles auf, was ein Headliner nur auffahren kann.
Mit „Eye Of The Storm“, „Unleashed“ und „The Last Crusade“ fiel die Halle in ein kollektives Beben.
EPICA zeigten einmal mehr, warum sie zu den stärksten Live-Acts des Symphonic Metal gehören:
Ein glasklarer, wuchtiger Sound, perfekt abgestimmte Visuals und Simone Simons, die stimmlich selbst am Tourende noch klingt, als würde sie gerade erst loslegen.
Natürlich durfte „Beyond The Matrix“ nicht fehlen – und als die komplette Halle hüpfte, sang und lachte, war dieser Moment so intensiv, dass er sich für viele wohl als einer dieser legendären „einmal im Leben“-Live-Momente einbrennen wird.
Ein weiterer Gänsehautpunkt:
Simone, Elize und Charlotte gemeinsam bei „Sirens – Of Blood And Water“.
Drei Stimmen, drei Stilrichtungen, ein epischer Klangteppich – und ein Publikum, das völlig zu Recht ausrastete.
Amaranthe – energiegeladen, präzise, mitreißend
Die Messlatte lag hoch – doch Amaranthe hatten nicht vor, unter ihr hindurchzugehen.
Mit einer Mischung aus Laser-Gewitter, perfekt choreografierten LED-Visuals und der charakteristischen Dreifach-Vocal-Power lieferte die Band um Elize Ryd , Mikael Sehlin und Nils Molin eine Show, die sich nahtlos in die geballte Energie dieses Abends einfügte.
Doch Frankfurt bekam an diesem Abend noch einen weiteren, frischen Energieschub:
Frisch im Gepäck: Amaranthe bringen ihren neuen Powersong „Chaos Theory“ auf die Bühne
Der erst seit gut einem Monat veröffentlichte Track „Chaos Theory“ heizte der Halle sofort mächtig ein.
Ein Song, der die moderne DNA von Amaranthe perfekt widerspiegelt:
fette Riffs, treibende Elektronik, ein explosiver Refrain und das vertraute Vocal-Trio, das den Song live noch wuchtiger wirken lässt.
Besonders emotional wurde es bei „Amaranthine“, das für viele im Publikum ein nostalgischer wie berührender Ruhepunkt war.
Doch die Pause blieb kurz: Mit „The Catalyst“, „Nexus“ und „Call Out My Name“ peitschten Amaranthe das Publikum wieder nach vorn, Richtung Finale, Richtung letzter gemeinsamer Erinnerung.
Man merkte der Band die Freude an diesem Tourabschluss an – und auch den Hauch Melancholie darüber, dass diese Reise nun zu Ende ging.
Fazit: Ein Tourfinale, das noch lange nachhallt
Die „Arcane Dimensions Tour 2026“ endete nicht leise, nicht sanft, sondern mit einem multisensorischen, emotionalen Paukenschlag.
Frankfurt bekam ein Finale, das seine Bezeichnung wirklich verdiente:
Ein Abend voller Zusammenhalt, voller musikalischer Hingabe, voller Momente, die man nicht einfach so vergisst.
Drei Bands, drei Welten – und ein Publikum, das all diese Welten zusammenfließen ließ.
Ein perfekter Abschluss.

































































