Man stelle sich eine fette Hausparty vor, an einem Fjord irgendwo im Norwegischen Norden. Klingt erstmal ganz normal für einige Menschen, wenn man dann aber Kvelertak im Hinterkopf behält, endet das ganze in einer absolut fetten Abrissparty und irgendwo am Rande des Fjords rennt ein besoffener hinter einem Elch her. Ne ganze Menge Spaß also, und etwas das im Kopf bleibt. Und so würde ich an dieser Stelle das kommende Album „Endling“ beschreiben. Am 08.09 könnt ihr also den lokalen Plattenladen entern und euch die Scheibe kaufen.

Let the „Selskap“ begin..

Mit „Krøterveg Te Helvete„als ersten Track fängt das Album, ganz wie jede Party, erstmal ganz gemächlich an, lässt die Gäste erstmal ankommen und ein Gefühl für die Umgebung bekommen. Lässt man sich davon nicht abschrecken, wird man ab der Hälfte des längeren Tracks mit dem Fahrplan für die restlichen Songs begrüßt. „Fedrekult“ ist dann ganz klar Kvelertak. Die abgepunkte Mischung aus Rock, Metal und Norwegischen Lyrics und erinnert zum Teil an die ganz großen Klassiker des Metal und Rock. „Likvoke“ und „Motsols“ sind Nummer 3 und 4 auf der Platte. Während ersterer noch verhältnismäßig ruhiger daher kommt, haut letzterer dann richtig ein, lädt zum Pit ein, und zwar mit dem ganzen Zaun anstelle des Pfahls. Bleiben wir bei der erwähnten Hausparty sind spätestens jetzt die ersten Jägermeisterflaschen geköpft und alle hauen sich die XXL-Pizza rein bevor die Party erst richtig Fahrt auf nimmt.

Drikke, drikke und verdammt noch mehr drikke..

.. also übersetzt einfach nur saufen. Nicht weil das Album so schlecht ist, sondern weils einfach passt. bei „Døgeniktens Kvad“ gibt es 6 Minuten lang Power auf die Ohren. Fette Power. Stellt euch einfach den Vergleich zwischen einer alkoholischen Version eures Favorites vor, und einer ohne Prozente. Kvelertak sind eindeutig die Version, die richtig reinballern. Das beweist dann auch der Namensgebende Song „Endling“ ganz direkt im Anschluss. Er ist gut gewählt, etwas sachter als der Rest des Albums, aber der Linie treu. Und das Perfekte Lied um einfach mal Luft zu holen. Ganz ähnlich ruhig bleibt es dann auch bei „Skoggangr“ bevor es mit „Paranoia 297“ dann langsam wieder härter wird. Man gönnte uns halt einfach mal ne Pause für.. was man so in Pausen macht.. Bier holen, Bier trinken, das Eheweib anknabbern. Das bleibt an dieser Stelle mal jedem selbst überlassen. Aber ein geiler Sound zum Untermalen war und bleibt es auf jeden Fall. „Svart September“ und „Morild“ geben dann auch nochmal alles an Kvelertak was  geht. Sie hauen einfach rein.

Fazit:

Kommen wir zum Fazit der ganzen Party, genannt „Endling„, und widmen uns mal den Bierleichen. Scherz beiseite, es gibt keine Leichen, jedenfalls nicht bei diesem Album. Was die 6 Leute von Kvelertak da vom Zaun reißen ist gut. Es ist ihr eigener Stil der sich schon bewährt hat, wirkt an einigen Stellen neu und wenig verbraucht, und ist Handwerklich gut. Es hätte zum Ende hin deutlich härter sein können, was ein persönlicher Geschmack ist. Aber die Mischung macht es ja bekanntlich. Und wer des Norwegischen nicht mächtig ist, wird mit den Lyrics wenig anfangen können, was den ganzen keinen Abbruch tut. Es ist ein solides Werk, mit wohlverdienten 5/6 Schädeln auf dem Schädelmeter. Es wird halt das Rad nicht neu erfunden, aber es rollt extrem stabil. Ne Kaufempfehlung bekommt ihr absolut, und durch die verschiedenen Genres kommen Fans vieler Stilrichtungen voll auf ihre Kosten.