Arrr, hört her, ihr Landratten und Seebären!
Setzt die Mützen schief, füllt die Krüge und lauscht einer Geschichte, die nicht von Kanonen erzählt, sondern von Liedern, die tiefer schneiden als jedes Entermesser.
Leichtmatrose – Seelenräuber auf leisen Wellen
Leichtmatrose, so der Name dieser Crew, sind keine Band, die mit wehender Flagge den Hafen stürmt. Nein, diese Indie-Rock-Seebären sind jene, die bleiben, wenn der Nebel sich senkt. Seit Jahren segeln sie unter deutschsprachigem Banner durch Gewässer voller Alltag und Abgrund. Ihre Lieder wirken zunächst wie ruhige See – doch wer länger lauscht, spürt die Widerhaken unter der Oberfläche.
Ihre Texte erklären nichts, sie stellen Fragen. Ihre Melodien sind Ohrwürmer, die sich festbeißen wie Seepocken am Rumpf. Ehrlich, rau, ohne Firlefanz – Tiefgang ist hier kein Spruch auf der Flagge, sondern der Kiel des Schiffs.
Der Hafen: Rider’s Café Lübeck
Am 27. Dezember 2025 warf diese Crew Anker im Rider’s Café Lübeck. Kein Zuckerguss, kein Weihnachtsglanz – nur dichte Luft, warmes Licht und Wände, die Wahrheit verlangen. Ein Club wie ein alter Hafen: eng, ehrlich, gnadenlos nah.
Das Publikum? Keine Schaulustigen. Eher Mitreisende. Bier in der Hand, Mäntel über Relings (oder Stühle) geworfen, Gespräche verstummten, als die Matrosen den Raum betraten. Nähe war kein Effekt – sie war Zustand.
Ein Logbuch aus Liedern
Der Abend begann vorsichtig mit dem neuen Stück „Wir sind die Generation die niemals aufhört zu tanzen“ – wie das erste Auslaufen bei ruhiger See. Dann zogen „Karma Polizei“ und „Besser Nicht“ den Wind an.
„Adieu Marie“ und „Ich hab dich bloß geliebt“ kamen wie offene Briefe aus der Kajüte: ungeschützt, direkt, ohne Rettungsring.
Später verschränkten sich „Wenn es Nacht wird in Paris“, „Jasmin“ und „Das Schicksal kann ein mieses Arschloch sein“ wie Gedanken, die einen nachts wachhalten, wenn das Schiff knarrt.
Das neue „Pilates“ brachte trockenen Spott an Deck, bevor „Liebe“ den Raum enger machte als ein Sturm unter vollen Segeln – jede Zeile traf.
Mit „Dalai Lama“ und dem neuen „Sonnenallee“ wechselte die See zwischen Leichtigkeit und ernster Beobachtung. „Liebe und all dieser Scheiß“ und „Kawasaki“ rollten weiter, ohne je flach zu werden.
„Fidel Castro“ zeigte einmal mehr: Diese Crew stellt lieber Fragen, als einfache Antworten über Bord zu werfen.
„Herztransplantation“ leitete zu einem der stärksten Momente über:
„Johnny fand bei den Sternen sein Glück“ – Hoffnung und Melancholie, Hand in Hand wie alte Kameraden.
Mit „So schmeckt es frei zu sein“ und „Hier drüben im Graben“ endete das Hauptset mit Nachdruck.
Die erste Zugabe machte mit „Raumpatrouille“ kurz schwerelos, „Chill Indianer“ holte alle wieder an Deck.
Zum Schluss stand „Der einsame Astronaut“ allein im Licht – kein Finale zum Ausrasten, sondern eines zum Nachdenken. Wie das letzte Licht im Hafen, bevor man wieder ausläuft.
Ein Konzert ohne Geländer
Leichtmatrose im Rider’s Café war kein lauter Enterkampf, sondern eine Reise ohne Geländer. Deutschsprachiger moderner Indie-Rock mit Kanten, die nicht abgeschliffen werden.
Ein Abend, der sich langsam unter die Haut schob – mit Haltung statt Attitüde, mit Worten, die bleiben, weil sie nicht gefallen wollen.
Ein Konzert für all jene, die den Mut haben, zwischen den Zeilen zu leben.
🏴☠️ Teaser
Leichtmatrose im Rider’s Café Lübeck – ein intimer Jahresabschluss voller Wärme, Worte und Widerhaken. Indie-Rock, der nicht brüllen muss, um zu treffen.
⚓ Info-Logbuch
Leichtmatrose – Live 2025
📅 Datum: 27.12.2025
📍 Hafen: Rider’s Café, Lübeck
🎶 Gewässer: Deutschsprachiger Indie-Rock
☠ Besonderheit: Drei neue Songs, enge Clubkoje
🏴☠️ Fazit: Nähe, Texttiefe, ehrliche Energie
📣 Ruf aus dem Krähennest (Social Media)
Zwischen Tresen, Textzeilen und Sternenhimmel.
Leichtmatrose im Rider’s Café – Indie-Rock mit Tiefgang und Haltung.
Ein Abend, der nicht laut war, aber lange nachhallt.
#Leichtmatrose #RidersCafe #Lübeck #IndieRockDeutsch #Clubkonzert
☠ Call-to-Action – Skulls and Bones
Mehr Konzerte, die nicht nur klingen, sondern Geschichten kapern.
Mehr Worte zwischen den Riffs.
Skulls and Bones – Die Rock- und Metalpiraten.
📜 Setlist – Das Logbuch der Nacht
-
Wir sind die Generation die niemals aufhört zu tanzen (Neu)
-
Karma Polizei
-
Besser Nicht
-
Adieu Marie
-
Ich hab dich bloß geliebt
-
Wenn es Nacht wird in Paris
-
Jasmin
-
Das Schicksal kann ein mieses Arschloch sein
-
Pilates (Neu)
-
Liebe
-
Dalai Lama
-
Sonnenallee (Neu)
-
Liebe und all dieser Scheiß
-
Kawasaki
-
Fidel Castro
-
Herztransplantation
-
Johnny fand bei den Sternen sein Glück
-
So schmeckt es frei zu sein
-
Hier drüben im Graben
Encore I: -
Raumpatrouille
-
Chill Indianer
Encore II: -
Der einsame Astronaut
Arrr – Ende der Fahrt, doch die Lieder segeln weiter.





















