Battle Beast – European Tour 2025

Support: Majestica / Dominum
Datum: Samstag, 01.11.2025
Ort: Schlachthof Wiesbaden
Einlass: 18:00 Uhr / Beginn: 19:00 Uhr
Genre: Heavy Metal / Power Metal

Ein Triumphzug des europäischen Power Metal

Am Samstagabend, dem 1. November 2025, bebte der Schlachthof Wiesbaden unter der vollen Wucht des Power Metal. Die finnischen Energiebündel Battle Beast machten auf ihrer European Tour 2025 Halt in der hessischen Landeshauptstadt – und brachten mit Majestica und Dominum zwei starke Support-Acts mit, die den Abend zu einem echten Festivalmoment machten. Schon vor Einlass um 18 Uhr herrschte vor dem Schlachthof ausgelassene Stimmung: Fans in Kutten, Bandshirts und jede Menge Vorfreude auf puren Metal.


Majestica – Ein symphonischer Start mit Glanz und Melodie

Pünktlich um 19:00 Uhr fiel der Vorhang, und Majestica eröffneten den Abend mit strahlender Spielfreude. Die Schweden rund um Tommy Johansson (bekannt von Sabaton) bewiesen einmal mehr, dass sie zu den charismatischsten Vertretern des modernen Power Metal gehören. Gleich mit Power Train zogen sie das Publikum in ihren Bann – hymnisch, energiegeladen und perfekt aufeinander eingespielt.

Majestica brachten eine gehörige Portion Symphonie in die Halle: blitzschnelle Gitarren, orchestrale Keyboardflächen und Chöre, die jeden Refrain zu einem Gänsehautmoment machten. Zwischen den Songs zeigte sich Johansson gewohnt sympathisch – mit trockenem Humor, breitem Grinsen und ehrlicher Freude am Spielen. Besonders No Pain, No Gain und Metal United ließen die Menge jubeln, während der Sound im Schlachthof druckvoll und klar blieb.

Ein Auftakt, wie man ihn sich wünscht: episch, professionell und trotzdem voller Herzblut.


Dominum – Dunkler Theatralik und moderne Härte

Nach kurzer Umbaupause wurde es finsterer:  dunklen Licht und eine bedrohliche Soundkulisse kündigten Dominum an. Unter der charismatischen Führung von Dr. Dead präsentierte sich die Band mit einer perfekt inszenierten Mischung aus Horror-Ästhetik und metallischer Wucht.

Musikalisch kombinierte die Gruppe klassischen Heavy Metal mit Industrial- und Gothic-Einflüssen – eine erfrischende Abwechslung, die sofort zündete. Killed by Life und Frankenstein überzeugten durch treibende Riffs, präzise Drumbeats und eine dichte Atmosphäre. Der Frontmann führte mit theatralischer Gestik und einer beeindruckenden Bühnenpräsenz durch das Set, während Lichteffekte die Songs visuell unterstrichen.

Dominum lieferten eine Show, die düster, modern und mitreißend zugleich war – und bewiesen, dass sie das Potenzial haben, sich in der Szene dauerhaft einen Namen zu machen.


Battle Beast – Finnische Energieexplosion im Schlachthof

Die Halle verdunkelte, das Battle-Beast-Logo flackerte auf, und die Stimmung im Saal erreichte den Siedepunkt. Mit Straight to the Heart stürmten Battle Beast die Bühne – und von der ersten Sekunde an war klar: Das hier wird groß.

Frontfrau Noora Louhimo dominierte mit ihrer unvergleichlichen Stimme und einer Ausstrahlung, die das Publikum sofort in ihren Bann zog. Mal wild und rau, mal glasklar und emotional – sie ist und bleibt eine der besten Sängerinnen des Genres. Unterstützt von einer perfekt eingespielten Band, jagte ein Hit den nächsten: Master of Illusion, King for a Day, Angel of Midnight, „No More Hollywood Endings“ – allesamt gefeiert, mitgesungen und mit hochgereckten Fäusten begleitet.

Der Sound im Schlachthof war druckvoll und differenziert, die Lichtshow spektakulär. Battle Beast schafften es, ihre Songs in eine energiegeladene Bühnenshow zu verwandeln, die zwischen Party, Pathos und purer Leidenschaft pendelte. Besonders Wings of Light zum Abschluss sorgte für einen letzten Gänsehautmoment, bevor die Band sich unter tosendem Applaus verabschiedete.


Fazit

Ein Konzertabend, der die ganze Bandbreite des europäischen Power Metal zeigte: Majestica lieferten einen mitreißenden, melodischen Auftakt, Dominum brachten dunkle Dramatik und moderne Wucht, und Battle Beast krönten den Abend mit einer mitreißenden Headliner-Show, die an Perfektion grenzte.

Der Schlachthof Wiesbaden erwies sich dabei einmal mehr als idealer Ort für Metal-Konzerte – hervorragender Sound, dicht gedrängte, aber ausgelassene Stimmung, und ein Publikum, das die Musik wirklich lebt.

Ein Abend voller Energie, Emotionen und nordischer Leidenschaft – ein Pflichttermin für alle Fans von melodischem Heavy und Power Metal.