Moin Moin Freunde der schweren Riffs und ehrlichen Lautstärke,
der Sommer im Norden bekommt 2026 wieder ordentlich Druck auf den Kessel, denn Klein Wesenberg verwandelt sich erneut in einen festen Ankerpunkt für alle, die Metal lieber handgemacht, familiär und kompromisslos mögen. Das Rocktower Festival geht in die nächste Runde und bleibt dabei genau das, was es seit Jahren auszeichnet: kein überladenes Mega-Event, sondern ein ehrliches Tagesfestival mit Herz, Haltung und ordentlich Verstärkerleistung.
Am Samstag, den 04. Juli 2026, öffnen sich die Tore am Schützenhaus Klein Wesenberg bereits ab 10:00 Uhr, musikalisch geht es ab 12:00 Uhr zur Sache. Camping direkt am Gelände, Grillgeruch in der Luft und ein Line-up, das zwar überschaubar wirkt, aber genau deshalb umso gezielter zuschlägt.
Ein Tag, ein Turm aus Riffs
Rocktower ist kein Festival für Namedropping, sondern für Entdeckung, Leidenschaft und Bands, die live noch etwas beweisen wollen. Genau das spiegelt auch das diesjährige Billing wider.
Distant Shadow
Den Auftakt übernehmen Distant Shadow, die mit modernem Thrash Metal direkt klarstellen, dass Frühschoppen hier keine Option ist. Präzise Riffs, eine aggressive Grundstimmung und Songs, die nach vorne drücken, ohne sich zu verzetteln. Ein Opener, der wachrüttelt und das Gelände sofort auf Betriebstemperatur bringt.
Madness Reigns
Mit Madness Reigns wird es melodischer, ohne an Druck zu verlieren. Die Band verbindet klassischen Heavy Metal mit modernen Elementen und bleibt dabei erstaunlich eingängig. Live lebt das Ganze von Dynamik und einer klaren Songstruktur, die auch nach dem Set noch hängen bleibt. Eine Band, die zeigt, dass Metal nicht immer nur knüppeln muss, um zu wirken.
Deaf Giant
Dann wird es schwer. Deaf Giant ziehen den Sound nach unten, tief in den Magenbereich. Sludge, wie er sein sollte: langsam, drückend, beinahe erdrückend. Jeder Ton wirkt, als würde er den Boden ein Stück weiter aufreißen. Kein leichter Stoff, aber genau richtig für den Nachmittag, wenn das Bier langsam wirkt und die Köpfe anfangen mitzunicken.
Minus Mountain
Mit Minus Mountain bekommt der Tag eine progressive Schlagseite. Komplexe Strukturen, unerwartete Wendungen und ein Sound, der sich nicht sofort erschließt, aber genau darin seine Stärke findet. Diese Band fordert Aufmerksamkeit, belohnt dafür aber mit Tiefe und Atmosphäre. Musik zum Versinken, nicht zum Nebenbeihören.
Fatale Collapse
Wenn der Abend näher rückt, schalten Fatale Collapse in den Vorwärtsgang. Thrash, Hardcore und Punk verschmelzen hier zu einer aggressiven, energiegeladenen Mischung. Kurze Songs, viel Bewegung, wenig Pausen. Ein Set, das nicht diskutiert, sondern marschiert und das Publikum mitzieht.
Moislinger Pikbuben
Mit den Moislinger Pikbuben kommt ein Bruch – aber ein bewusst gesetzter. Crossover mit Humor, Erfahrung und einer guten Portion norddeutscher Eigenart. Live funktioniert das erstaunlich gut, weil hier niemand etwas beweisen muss. Stattdessen gibt es Spielfreude, Augenzwinkern und Songs, die man so schnell nicht wieder vergisst.
Dorfrock
Den Abschluss übernehmen Dorfrock, eine Torfrock-Coverband, die genau weiß, was sie tut. Das ist kein ironischer Rausschmeißer, sondern eine laute, gemeinschaftliche Feier norddeutscher Rockkultur. Mitsingen, Bier heben, letzter Tanz vor dem Zelt – genau dafür ist dieser Slot gemacht.
Mehr als nur Bühne und Boxen
Was Rocktower besonders macht, ist nicht nur das Programm, sondern das Drumherum. Kurze Wege, faire Preise, entspannte Stimmung und eine Organisation, die merkt, dass hier Leute am Werk sind, die selbst Teil der Szene sind. Camping direkt am Gelände, Essen vom Grill und keine unnötigen Sperrzonen – alles bleibt greifbar und nahbar.
Rocktower fühlt sich weniger wie ein Festival an, sondern mehr wie ein großes Treffen Gleichgesinnter. Laut, aber nicht anonym. Hart, aber herzlich.
Unterm Strich
Das Rocktower Festival 2026 bleibt sich treu. Kein Größenwahn, keine überzogenen Ticketpreise, dafür ehrliche Bands, echtes Engagement und ein Line-up, das zwar nicht mit internationalen Headlinern protzt, dafür aber musikalisch durchgehend Substanz bietet. Wer Metal lieber aus nächster Nähe erlebt, statt ihn aus der Ferne zu konsumieren, ist hier genau richtig.
Klein Wesenberg wird auch 2026 wieder beben – nicht wegen Effekten, sondern wegen Leidenschaft.
Tickets bekommt ihr übrigens hier:
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Euer Messer-Jack


