Moin Moin Freunde der fliegenden Bierdosen,
setzt euch bequem auf den Bierdosenthron, schnallt euch an und haltet das Feuerzeug griffbereit – The Butcher Sisters sind zurück. Und zwar nicht mit irgendeiner Platte, sondern mit einem selbstbewusst betitelten Statement: „Das Schwarze Album“, das am 23.01.2026 über Arising Empire / Edel das Licht der Welt erblickt. Vertraulich vorgehört, gründlich getestet, mehrfach gegen die Wand gefahren – Zeit für ein ausführliches Feature-Review.
Vom Grenzsprenger zur festen Größe – die Geschichte von TBS
Was einst als wildes Projekt zwischen Rap, Metal, Blödsinn und maximaler Eskalation begann, ist längst zu einer der spannendsten Konstanten der deutschen Heavy-Szene gereift. The Butcher Sisters haben seit ihrer Gründung konsequent Genregrenzen ignoriert, Konventionen zerlegt und aus harten Metal-Riffs, Rap-Vocals und dicken Hooks einen Sound geschaffen, der gleichzeitig brutal, eingängig, humorvoll und erstaunlich effektiv ist.
Im Zentrum stehen dabei die sympathischen Frontmänner Stroppo und Amazing Alex, die nicht nur als Stimmen, sondern als Entertainer, Animateure und Abrisskommandos fungieren. Über Jahre hinweg hat sich die Band durch gefeierte Headline-Shows und Auftritte auf praktisch allen relevanten Großfestivals – Wacken, Summer Breeze, Full Force, Rock am Ring, Nova Rock – eine stetig wachsende, extrem treue Fanbase erspielt.
Der große Durchbruch kam mit dem „Weißen Album“, das bis auf Platz #11 der offiziellen Longplay-Charts kletterte und inzwischen rund 20 Millionen Spotify-Streams eingesammelt hat. Spätestens da war klar: Das hier ist kein Spaßprojekt mehr – das ist ein funktionierender, hungriger, professioneller Heavy-Act.
„Das Schwarze Album“ – Monument mit Augenzwinkern
2026 folgt nun die nächste Eskalationsstufe. „Das Schwarze Album“ knüpft direkt an den Erfolg des Vorgängers an, geht aber hörbar einen Schritt weiter: härter, kompromissloser, direkter. Gleichzeitig bleibt die typische TBS-DNA vollständig erhalten – Humor, Überzeichnung und Selbstironie inklusive.
Mit aktuell über 220.000 monatlichen Hörern und Hit-Singles wie „White Monster“ (über 2,1 Mio. Streams) und „Herr Dokter“ (über 1,1 Mio. Streams) zeigt die Band eindrucksvoll, dass sie nicht nur mithält, sondern weiter beschleunigt. Die Produktion wirkt druckvoller, die Songs klarer strukturiert, die Hooks sitzen wie ein perfekt gezielter Bierdeckelwurf.
Der Abriss im Detail – Songs zwischen Chaos und Kontrolle
„Piep Piep Piep“ eröffnet das Album mit maximaler Provokation – stumpf, effektiv, sofort im Ohr und live garantiert ein kollektiver Kontrollverlust.
„Cityroller“ rollt direkt hinterher und verbindet Tempo mit diesem typisch überdrehten TBS-Groove.
„Scheiss Für Mich“ ist der verbale Mittelfinger an Erwartungen, Meinungen und den inneren Schweinehund.
„White Monster“ bleibt einer der stärksten Tracks der Bandgeschichte: simpel, massiv, ein sicherer Abrissfaktor.
„Detlef D Soost“ feat. Callejon zeigt, dass Features bei TBS nicht nur Gag sind, sondern musikalisch tragen.
„Bierosaufus Ex“ zementiert den Thronanspruch im Partysegment, ohne komplett ins Alberne abzurutschen.
Ü30“ feat. Hämatom trifft erstaunlich ehrlich den Nerv einer Szene, die älter wird, aber keinen Bock auf Altersmilde hat.
„Great Music Band“ und „Herr Dokter“ spielen gekonnt mit Selbstreferenz und Ironie.
Der Höhepunkt für viele dürfte „Wacken“ feat. Doro sein – nicht nur wegen des Gasts, sondern weil hier endgültig klar wird, dass TBS längst groß denken und groß funktionieren.
„Klettergerüst“ beschließt das Album wie der letzte Drink nach dem Festival: verkatert, glücklich, komplett durch.
Live: Zaubershow, Abriss, Ausnahmezustand
Live sind The Butcher Sisters ein eigenes Kapitel. Nach der komplett ausverkauften „The Great Music Band“-Tour in 1500er-Hallen folgt 2026 der nächste Schritt: große Hallen, größere Produktion, größere Eskalation. Erste Shows melden bereits „Ausverkauft“ – der Trend ist eindeutig.
Die kommende „Rock, Rap & Zaubershow Tour 2026“ verspricht genau das, was der Name sagt: maximalen Entertainment-Faktor, gepaart mit ernstzunehmender musikalischer Wucht. Wer TBS schon einmal live erlebt hat, weiß: Hier wird nicht einfach ein Set gespielt – hier wird das Publikum mitgenommen, verheizt und euphorisch entlassen.
Fazit
„Das Schwarze Album“ ist kein radikaler Neuanfang, sondern eine konsequente Weiterentwicklung. The Butcher Sisters klingen fokussierter, selbstbewusster und größer denn je, ohne ihre Identität zu verlieren. Ja, manche Gags kennt man inzwischen – aber sie funktionieren immer noch, weil die Songs dahinter tragen.
Das Album ist gemacht für große Bühnen, volle Hallen und verschwitzte Kehlen. Kein revolutionäres Meisterwerk, aber ein extrem starkes Gesamtpaket mit enormer Live-Wirkung.
Wertung: 4,8 / 5 Promille auf dem Bierdosenthron
Verdient oben angekommen – und fest verschraubt.
Tourdaten – Pflichttermine 2026
The Butcher Sisters – Rock, Rap & Zaubershow Tour 2026
22.01.2026 – Pratteln (CH), Z7 Konzertfabrik
23.01.2026 – Ludwigsburg, MHP-Arena
24.01.2026 – München, TonHalle (ausverkauft)
30.01.2026 – Berlin, Columbiahalle
31.01.2026 – Hannover, Swiss Life Hall
05.02.2026 – Fürth, Stadthalle Fürth
06.02.2026 – Leipzig, Haus Auensee
07.02.2026 – Hamburg, Inselpark Arena
27.02.2026 – Köln, Palladium (ausverkauft)
28.02.2026 – Offenbach, Stadthalle Offenbach
Tracklisting:
01 Piep Piep Piep
02 Cityroller
03 Scheiss Für Mich
04 White Monster
05 Detlef D Soost feat. Callejon
06 Bierosaufus Ex
07 Ü30 feat. Hämatom
08 Great Music Band
09 Herr Dokter
10 Lachen
11 Wacken feat. Doro
12 Klettergerüst




