Es ist schwer etwas zu The Way Of Purity zu sagen. Die Musik ist auf jeden Fall Catchy und interessant. Die Texte drehen sich allesamt um einen Kult von Veganern, Interessenten von Magie und Anti-Menschen? Blenden wir einmal den durchaus zum Denken anregenden Teil der Musik aus, und widmen uns dem Sound. Und der ist gut.

Propaganda Baby!

This is not the World you Want“ als 3 minütiges Intro gefolgt von „The Red Herring“ sind Statements die getroffen wurden. Der erste richtige Track, sehr entspannter aber guter Rock, mit einer hauptsächlich weiblichen Stimme, unterstützt vom Gesangspartner. Das passt und macht echt Lust mehr zu hören und sich mit den Texten auseinander zu setzen. „Sidetrack“ legt dann einen Schalter um, und geht auch schon deutlich mehr in eine Industrial-lastige Ecke. „Hearthshattering“ wirkt dahingehend von der Grundstimmung her noch düsterer, nicht aufgesetzt düster, sondern wirklich schmerzhaft. Das Duo weiß spätestens ab diesem Lied zu überzeugen und der treibende Industrial-Sound weiß mitzureißen.

Immer mal was neues.

So findet man bei „The Great Leveler“ einen Jazz-Beitrag von Shadowdream, der weder fehl am Platz wirkt, noch schlecht anzuhören ist. Aber eine durchaus gewagte Ergänzung darstellt. „Thy will be done“ Gibt dann noch einmal einen entspannteren Ton vor, sich aber langsam aufbauend. Schlussendlich will man mit „Usque Ad Mortem“ dann wieder in die düstere Gothic-Industrial Ecke eindringen. Die Propaganda muss schließlich am Laufen gehalten werden.  “ Ego Monster“ legt dann eine harte Schippe drauf, und jedem Metalfan wird nun warm genug ums Herz, um sein Bier oder Met zur Seite zu stellen und einfach mal zu Bangen, den Nacken knacken zu lassen und einfach den absolut geilen Sound zu feiern, der da abgeliefert wird. Zum Abschluss dann etwas ruhiger, düsterer und Atmosphärischer „This is the World you deserve„.

Fazit:

5/6 Schädeln! Das ganze Album ist eine Propaganda-Ansage und sollte zumindest jeden zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit der Natur anregen. Ob man das ganze nun als PR-Gag oder als Bare Münze wahrnimmt bleibt natürlich Geschmackssache, aber Qualitativ geboten wird hier ein geiler, düsterer Industrial Sound, der sich nahtlos bei Festivals wie dem Plague Noir oder dem Amphi einfügen dürfte. Absolute Kaufempfehlung, selbst wenn es kein Meisterwerk geworden ist.