Xandria – Eclipse European Tour 2026: Symphonic Metal zwischen Gänsehaut, Nebel und Laserlicht

Secret Rule und Seven Spires heizten Das Bett in Frankfurt ordentlich ein

Datum: Montag, 19. Oktober 2026
Location: Das Bett, Frankfurt am Main
Tour: XANDRIA – Eclipse European Tour 2026
Special Guest: Seven Spires
Opener: Secret Rule

Frankfurt wurde zum Schauplatz einer symphonischen Metalnacht

Am Montagabend, dem 19. Oktober 2026, verschlug es mich in den Frankfurter Club Das Bett. Dort machte die Eclipse European Tour 2026 von XANDRIA Station und versprach einen Abend voller symphonischer Klangwelten, kraftvoller Stimmen und metallischer Härte. Mit Secret Rule als Opener und Seven Spires als Special Guest stand bereits vor dem Headliner ein ordentliches Programm auf dem Plan.

Schon bei meiner Ankunft warteten die ersten Fans vor den Eingangstoren. Die Vorfreude war spürbar, denn es sollte nicht nur Xandria auf der Bühne stehen. Auch Seven Spires hatten sich längst einen Namen in der Szene gemacht und versprachen, dem Frankfurter Publikum ordentlich einzuheizen.

Pünktlich um 19:00 Uhr öffneten sich die Türen. Nach und nach füllte sich Das Bett, während sich die Besucher ihre Plätze vor der Bühne sicherten und auf den musikalischen Auftakt warteten. Um 19:30 Uhr fiel schließlich der Startschuss für eine Metalnacht, die sich von Band zu Band weiter steigerte.

Secret Rule – Italienische Power zum Auftakt

Den Anfang machten „Secret Rule“, eine Modern-Metal-Band aus Rom, Italien. Statt sich vorsichtig an das Publikum heranzutasten, legten die Musiker direkt mit „Walking Down the Street“ los. Die Band brachte vom ersten Moment an ordentlich Energie auf die Bühne und sorgte dafür, dass die ersten Köpfe im Takt wippten.

Mit „Silent Pain“ und „Collapse“ ging es anschließend druckvoll weiter. „Secret Rule“ kombinierten moderne Metal-Riffs mit melodischen Elementen und kraftvollem Gesang. Dabei wirkte der Auftritt keineswegs wie ein bloßes Pflichtprogramm für den Headliner. Die Band nutzten ihre Spielzeit, um sich dem Frankfurter Publikum selbstbewusst zu präsentieren und die Stimmung für die folgenden Bands anzuheizen.

Besonders interessant wurde es, als mit „Someone Killed the Pope“ und „Edge of Control“ neues Material auf dem Programm stand. „Someone Killed the Pope“ ist der Titeltrack des angekündigten neuen Studioalbums der Band, dessen Veröffentlichung für den 5. Februar 2027 vorgesehen ist. Auch „Edge of Control“ gab einen Ausblick auf die kommende musikalische Richtung. Damit lieferten Secret Rule nicht nur bekannte Klänge, sondern machten zugleich neugierig auf das nächste 11. Kapitel ihrer Bandgeschichte.

Mit „Echoes of the Earth“ setzte die Formation ihren Auftritt fort. Zum Abschluss gab es mit „Trip Into My Hell“ noch einen besonderen Vorgeschmack auf das kommende Album. Der Song war zu diesem Zeitpunkt noch unveröffentlicht und machte das Finale des Sets zu einer kleinen Premiere für die anwesenden Fans.

Nach diesem energiegeladenen Auftakt verabschiedeten sich „Secret Rule“ von der Bühne. Nach einer kurzen Umbaupause, in der die Spannung im Club weiter anstieg. Denn als Nächstes standen „Seven Spires“ auf dem Programm – und die hatten einiges vor.

Seven Spires – Zwischen epischer Schönheit und metallischer Abrissbirne

Nach dem Umbau übernahmen „Seven Spires“ die Bühne. Die amerikanische Band verband symphonischen Metal mit Power-Metal-Elementen und extremen Einflüssen. Im Zentrum stand Frontfrau „Adrienne Cowan“, die vielen Metal-Fans bereits durch ihre Arbeit mit Avantasia bekannt war.

„Seven Spires“ waren längst keine unbekannte Größe mehr. Die Band hatte bereits eigene Tourneen absolviert und sich mit ihrem eigenständigen Mix aus orchestraler Dramatik, Härte und musikalischer Vielseitigkeit eine treue Fangemeinde erspielt. Dass einige Besucher an diesem Abend auch wegen ihnen gekommen waren, war nicht überraschend.

Den Einstieg bildete das Intro „A Fortress Called Home“. Schon damit wurde eine epische Atmosphäre aufgebaut, die den Übergang in das eigentliche Set eindrucksvoll vorbereitete. Die Musik klang nach großen Geschichten, düsteren Welten und einem musikalischen Abenteuer, bei dem sich orchestrale Elemente und metallische Wucht gegenseitig ergänzten.

Mit „Songs Upon Wine-Stained Tongues“ nahm der Auftritt anschließend richtig Fahrt auf. Seven Spires präsentierten sich spielfreudig und druckvoll, während Adrienne Cowan mit ihrer markanten Stimme die unterschiedlichen Facetten des Sounds zur Geltung brachte. Von melodischen Passagen bis hin zu kraftvollen, aggressiven Momenten blieb der Auftritt abwechslungsreich.

Mit „Almosttown“ und „Succumb“ setzte die Band ihren musikalischen Feldzug fort. Dabei zeigte sich, wie geschickt Seven Spires zwischen eingängigen Melodien, komplexen Arrangements und härteren Passagen wechselten. Auch „Portrait of Us“ und „Love’s Souvenir“ gehörten zum Programm und brachten weitere Facetten des vielseitigen Sounds auf die Bühne.

Doch damit war das Set noch lange nicht am Ende. Mit dem Intro „Wanderer’s Prayer“ bereitete die Band den Übergang zu „Gods of Debauchery“ vor. Dieser Song bildete den kraftvollen Schlusspunkt des Auftritts. Noch einmal legten Seven Spires ordentlich nach, ließen die musikalischen Muskeln spielen und verabschiedeten sich mit einem Finale, das den Club ein letztes Mal auf Betriebstemperatur brachte.

Seven Spires hatten damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie weit mehr als eine Begleitband waren. Sie lieferten eine eigenständige Show, die mit musikalischer Vielfalt, starker Bühnenpräsenz und einer beeindruckenden Frontfrau überzeugte. Für XANDRIA war die Bühne damit bestens vorbereitet.

Xandria – Wenn symphonischer Metal den Club in eine andere Welt verwandelte

Nach dem Auftritt von Seven Spires durfte das Publikum kurz durchatmen. Die Umbaupause bot Gelegenheit, sich mit Getränken zu versorgen und neue Kraft zu sammeln. Doch lange hielt die Ruhe nicht an. Schließlich wartete mit Xandria der Headliner des Abends.

Mit dem Intro „Syzygy“ wurde der Auftritt eingeleitet. Die Spannung im Publikum stieg, während sich die Atmosphäre im Club veränderte. Nebel zog über die Bühne, das Licht tauchte die Szenerie in dramatische Farben, und die ersten Klänge kündigten an, dass die nächste musikalische Reise unmittelbar bevorstand.

Als Xandria schließlich mit „Eclipse“ loslegten, war der Bann gebrochen. Die Band eröffnete ihr Set mit voller Wucht und setzte damit direkt ein Ausrufezeichen. Der symphonische Metal entfaltete im Zusammenspiel mit den Riffs und der atmosphärischen Inszenierung seine ganze Wirkung.

Mit „Colours“ ging es anschließend weiter, bevor mit „Ravenheart“ ein weiterer Höhepunkt folgte. Gerade solche Songs zeigten, wie Xandria ihre melodische Seite mit der kraftvollen Dynamik des Metal verbanden. Die Fans feierten die Band, sangen mit und ließen sich von der Musik mitreißen.

Auch „Universal“ und „The Shannon’s Home“ fanden ihren Platz im Set. Dabei lebte der Auftritt nicht allein von der Musik. Der dichte Bühnennebel, die Lichtgestaltung und die teilweise eingesetzte Lasershow verliehen den Songs eine zusätzliche Dimension. Die Lichtstrahlen schnitten durch den Nebel und unterstrichen einzelne Passagen, wodurch im Club eine beinahe surreale Atmosphäre entstand.

Besonders bei den größeren, episch angelegten Momenten entfaltete die Inszenierung ihre Wirkung. Das Zusammenspiel aus Musik, Licht und Nebel ließ die Bühne immer wieder in einem anderen Bild erscheinen. Mal standen die Musiker im Mittelpunkt, mal verschmolzen sie beinahe mit der Kulisse aus Licht und Rauch.

Mit „Forevermore“ und „The Grand Delusion“ setzte Xandria den musikalischen Weg fort. Danach folgten „Two Worlds“ und „The Last Generation“. Das Set bot eine Mischung aus kraftvollen Nummern, melodischen Passagen und symphonischer Dramatik, die den charakteristischen Sound der Band ausmachte.

Die Stimmung im Publikum blieb ausgelassen. Immer wieder wurde mitgesungen, gejubelt und die Band gefeiert. Die Besucher standen nicht einfach nur vor der Bühne und hörten zu – sie wurden Teil des Abends. Die Atmosphäre im Club wurde von Song zu Song intensiver, während Xandria ihre Fans mit auf eine Reise durch ihre musikalischen Welten nahmen.

Mit „Northstar“ und „Reborn“ näherte sich das reguläre Set seinem Ende. Doch damit war der Abend selbstverständlich noch nicht vorbei. Das Publikum hatte noch lange nicht genug und durfte sich auf die Zugabe freuen.

Die Zugabe – Zwei weitere Gründe, den Abend nicht enden zu lassen

Nach einer kurzen Unterbrechung kehrten Xandria für die Zugabe zurück. Mit „Valentine“ setzte die Band noch einmal einen emotionalen Akzent, bevor „Nightfall“ den Konzertabend abschloss.

Gerade das Finale passte hervorragend zur düsteren, zugleich majestätischen Atmosphäre des Abends. Nebel, Licht und Laser sorgten erneut für eindrucksvolle Bilder, während das Publikum die letzten Songs mit Begeisterung aufnahm. Die Fans feierten Xandria bis zum Schluss und machten deutlich, dass sich der Besuch im Frankfurter Club Das Bett gelohnt hatte.

Fazit – Drei Bands, eine starke Metalnacht

Die Eclipse European Tour 2026 machte am 19. Oktober 2026 Halt in Frankfurt am Main und verwandelte Das Bett in einen Treffpunkt für Fans des symphonischen und modernen Metal. Secret Rule eröffneten den Abend mit viel Energie und präsentierten neben ihrem bisherigen Material auch spannende Einblicke in das kommende Album.

Seven Spires legten anschließend eine beeindruckende Show hin. Mit Adrienne Cowan am Mikrofon, einem vielseitigen Sound und einem kraftvollen Finale mit „Gods of Debauchery“ bewies die Band, dass sie ihren Platz auf dieser Tour mehr als verdient hatte.

Xandria setzten dem Abend schließlich die Krone auf. Eine abwechslungsreiche Setlist, begeisterte Fans, dichter Bühnennebel und eine teilweise eingesetzte Lasershow sorgten für die passende Atmosphäre. Das Publikum sang mit, feierte die Band und ließ sich bis zum letzten Ton mitreißen.

Unterm Strich war es ein Konzertabend, bei dem sich drei Bands die Bühne teilten und jede ihren eigenen musikalischen Stempel hinterließ. Wer am Montagabend in Das Bett gekommen war, bekam eine geballte Ladung Metal zwischen Melodie, orchestraler Größe und kraftvoller Härte geboten.

Skulls And Bones Magazine – wir waren dabei, als Frankfurt im Nebel versank und der Metal die Nacht regierte.