Afrob & Ferris MC – Reimemonster Tour 2026

Zwei Reimemonster auf Beutezug – eine Zeitreise durch die goldenen Jahre des deutschen Hip-Hop!

Donnerstag, 29.10.2026 – Schlachthof Wiesbaden
Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:10 Uhr

Als wir am Donnerstagabend am Schlachthof in Wiesbaden ankamen, hatten sich bereits zahlreiche Fans eingefunden. Sie alle wollten einen unvergesslichen Abend mit zwei prägenden Stimmen der deutschen Hip-Hop-Geschichte erleben: Afrob und Ferris MC. Nach und nach füllte sich die Location immer weiter und die Crowd wurde zunehmend ungeduldiger. Die Vorfreude war deutlich zu spüren – schließlich standen hier zwei echte Urgesteine der Szene auf dem Programm.

Dass es für die beiden an diesem Abend überhaupt so weit kommen würde, war offenbar nicht ganz selbstverständlich. Denn auf dem Weg nach Wiesbaden hatte es eine unerwartete Zwangspause gegeben: Ein Reifenplatzer auf der Autobahn machte Afrob und Ferris MC ordentlich einen Strich durch die Rechnung. Die Anreise wurde damit alles andere als entspannt und die beiden wären beinahe nicht rechtzeitig am Schlachthof angekommen. Doch zum Glück ging die Fahrt weiter und die Fans mussten nicht auf ihre Reimemonster verzichten.

Ungewöhnlich für einen solchen Konzertabend gab es diesmal keinen Support-Act. Hier wurde nicht lange gefackelt, sondern direkt zum Angriff übergegangen!

Gegen 20:10 Uhr verdunkelte sich schließlich der Schlachthof. Ein Intro erklang, die Spannung stieg und dann stürmten Afrob und Ferris MC die Stage. Ohne großes Vorgeplänkel legten die beiden direkt los und machten von der ersten Minute an klar, dass sie gekommen waren, um ordentlich abzureißen.

Das Set der beiden Rap-Schwergewichte entpuppte sich als abwechslungsreiche Mischung aus altbekannten Klassikern, neueren Songs und Solo-Tracks ihrer jeweiligen Karrieren. Natürlich kamen auch die Songs ihres aktuellen gemeinsamen Albums „Ein Fall Für Zwei“ nicht zu kurz. Damit schlugen die beiden gekonnt die Brücke zwischen ihrer gemeinsamen Hip-Hop-Vergangenheit und dem aktuellen musikalischen Kapitel.

Dazu gab es zwischendurch immer wieder Geschichten und Anekdoten aus vergangenen Zeiten. Für die Fans war also einiges geboten.

Ein besonders schöner Moment war auch Ferris MCs Auftritt mit dem Song „Nashorn“ – dem Lieblingssong seiner Kinder. Eine persönliche Note, die zeigte, dass hinter dem Reimemonster eben auch ein Familienmensch steckte.

Und plötzlich fühlte man sich wieder ein ganzes Stück jünger! Die Songs katapultierten einen direkt zurück in die eigene Jugend, in eine Zeit, in der diese beiden Stimmen den Soundtrack für so manchen Lebensabschnitt geliefert hatten.

Vor der Bühne wurde durchgehend gefeiert, getanzt, lautstark mitgerappt und mitgesungen. Die beiden Reimemonster feuerten ihre Zeilen nur so ins Publikum und die Crowd nahm jede einzelne davon dankbar auf. Hier wurde nicht einfach nur ein Konzert gespielt – hier wurde gemeinsam Hip-Hop-Geschichte gefeiert.

Auch für den einen oder anderen Lacher war gesorgt. Afrob brachte es mit einer humorvollen Bemerkung ziemlich treffend auf den Punkt: Früher habe man eine Line nach der anderen heruntergerappt, heute sei man froh, wenn in den Songs zwischendurch mal ein paar Pausen eingebaut seien.

Ganz ehrlich: Da konnten sich vermutlich einige im Publikum wiederfinden! Schließlich wurden wir mit diesen Jungs groß und merkten an diesem Abend selbst, dass die Jahre auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen waren. Aber genau das machte den Abend irgendwie besonders. Die Energie war noch immer da, auch wenn man heute vielleicht nicht mehr ganz so schnell hinterherkam wie früher.

Afrob und Ferris MC bewiesen eindrucksvoll, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehörten. Mit ihrer Bühnenpräsenz, ihrem Zusammenspiel und einem prall gefüllten Repertoire aus bekannten Hits, neuen Songs und persönlichen Klassikern lieferten sie eine Show, die von Anfang bis Ende überzeugte.

Am Ende blieb ein Abend voller Erinnerungen, guter Musik, jeder Menge Nostalgie und einer ordentlichen Portion Hip-Hop-Leidenschaft. Wer mit den beiden Künstlern aufgewachsen war, bekam hier genau das, was er sich erhofft hatte: eine musikalische Zeitreise mit ordentlich Druck auf den Boxen.

Fazit: Afrob und Ferris MC hatten den Schlachthof fest im Griff und bewiesen, dass echte Reimemonster auch nach all den Jahren nichts von ihrem Biss verloren hatten. Trotz Reifenpanne und stressiger Anreise lieferten sie eine Show, die sich gewaschen hatte. Ein Konzert, das nicht nur die alten Zeiten wieder aufleben ließ, sondern auch zeigte, dass guter deutscher Hip-Hop kein Verfallsdatum kannte.

Wer die Möglichkeit hatte, die beiden auf ihrer Reimemonster Tour 2026 live zu erleben, sollte sich diese Gelegenheit definitiv nicht entgehen lassen. Denn hier gab es nicht nur Musik auf die Ohren, sondern ein Stück eigene Jugend zurück!

Skulls And Bones Magazine meint: Manche werden älter, manche werden langsamer – aber echte Reimemonster bleiben eben Reimemonster. Und wenn Afrob und Ferris MC gemeinsam die Stage enterten, wurde aus Nostalgie wieder purer Abriss!