⚓ ROCKGESCHICHTE UNTER ALTEN MAUERN
The New Roses & Uriah Heep rocken den Schiffenberg beim Gießener Kultursommer 2026
Dienstag, 25. August 2026 – Kloster Schiffenberg, Gießen
Gießener Kultursommer 2026
Support: The New Roses
Headliner: Uriah Heep
Einlass: 18:30 Uhr | Beginn The New Roses: 20:00 Uhr | Uriah Heep: 21:00 Uhr
Ein warmer Sommerabend, alte Mauern und Gitarren, die keine lange Anlaufzeit brauchen – eigentlich perfekte Voraussetzungen für einen ordentlichen Rockabend. Am Dienstag, 25. August 2026, wurde das historische Kloster Schiffenberg bei Gießen zur Open-Air-Rockbühne.
Beim Gießener Kultursommer trafen mit The New Roses und Uriah Heep zwei Generationen des Rock aufeinander, die musikalisch erstaunlich gut zusammenpassten. Kein überladenes Spektakel, keine künstliche Show – dafür handgemachter Rock, große Klassiker und ein Publikum, das richtig Lust auf Musik hatte.
Allerdings hatte Petrus an diesem Abend offenbar seine eigene Setlist geschrieben. Das Wetter zeigte sich zunächst etwas regnerisch. Immer wieder gingen leichte Schauer über das Gelände. Doch echte Rockfans lassen sich von ein paar Regentropfen bekanntlich nicht die Laune verderben.
Bereits vor dem Einlass um 18:30 Uhr hatte sich eine lange Schlange vor dem Eingang gebildet. Die Vorfreude war deutlich zu spüren. Viele wollten sich diesen Abend mit einer echten Rocklegende nicht entgehen lassen.
Und sie sollten nicht enttäuscht werden.
🎸 THE NEW ROSES – VOLLGAS ZUM AUFTAKT
Um 20:00 Uhr übernahmen The New Roses aus Wiesbaden die Bühne.
Für einen Support-Act ist es immer eine kleine Herausforderung: Das Publikum wartet eigentlich auf den Headliner und trotzdem muss man von der ersten Minute an zeigen, dass man selbst etwas zu sagen hat.
The New Roses nahmen diese Herausforderung an.
Mit „Every Wild Heart“ ging es direkt druckvoll los. Kernige Gitarren, geradliniger Hardrock und eine ordentliche Portion Bühnenenergie sorgten dafür, dass sich die Zuschauer schnell auf die Band einließen.
Mit „It’s A Long Way“ und „Forever Never Comes“ ging es ohne große Verschnaufpause weiter. Der Sound blieb angenehm erdig und direkt. Keine unnötigen Spielereien – einfach Gitarrenmusik mit ordentlich Druck.
Genau das passte hervorragend zum Schiffenberg.
Mit „Glory Road“, „The Usual Suspects“ und „Down By The River“ wurde die Stimmung vor der Bühne zunehmend ausgelassener. Trotz des immer wieder einsetzenden Regens ließen sich die Zuschauer nicht vertreiben.
Im Gegenteil: Vor der Bühne wurde gerockt.
Den Abschluss des Sets bildete „Thirsty“. Nach sieben Songs hatten The New Roses ihre Aufgabe mehr als erfüllt und das Publikum ordentlich für den Hauptact vorbereitet.
Setlist – The New Roses
- Every Wild Heart
- It’s A Long Way
- Forever Never Comes
- Glory Road
- The Usual Suspects
- Down By The River
- Thirsty
⚓ URIAH HEEP – DIE ROCKLEGENDEN ÜBERNEHMEN DAS RUDER
Gegen 21:00 Uhr war es dann endlich soweit.
Die Spannung vor der Bühne stieg und schließlich übernahmen Uriah Heep das Ruder.
Eine Band, deren Geschichte bis ins Jahr 1969 zurückreicht. Mehr als fünf Jahrzehnte Rockgeschichte, unzählige Konzerte und Songs, die Generationen von Musikfans begleitet haben.
Doch eines wurde sehr schnell klar:
Hier stand keine Band auf der Bühne, die lediglich ihre Vergangenheit verwalten wollte.
Mit „Save Me Tonight“ eröffneten Uriah Heep ihr Konzert und gingen direkt nach vorne.
Der erste Song saß.
Mit „Shadows of Grief“ wurde anschließend nachgelegt, bevor mit „Stealin’“ einer der großen Klassiker folgte.
Spätestens jetzt war das Publikum endgültig auf Betriebstemperatur.
Es wurde mitgesungen, gerockt und gefeiert. Und während Uriah Heep musikalisch immer weiter Fahrt aufnahmen, zeigte sich auch Petrus langsam gnädiger. Der Regen wurde weniger und hörte im Laufe des Auftritts schließlich weitgehend auf.
Fast so, als hätte selbst der Wettergott verstanden, dass man Uriah Heep besser nicht im Regen stehen lässt.
🔥 KLASSIKER UND NEUERES MATERIAL
Was das Set besonders interessant machte, war die Mischung aus unterschiedlichen Epochen der Bandgeschichte.
Nach „Stealin’“ folgte „Hurricane“, bevor mit „The Wizard“ einer der ganz großen Klassiker auf dem Programm stand.
Danach ging es mit „Sweet Lorraine“ und „The Magician’s Birthday“ weiter.
Uriah Heep zeigten dabei eindrucksvoll, dass ihr typischer Sound auch 2026 nichts von seiner Wirkung verloren hat.
Gitarren, Keyboards, mehrstimmiger Gesang und die Mischung aus Hardrock und progressiven Elementen ergeben einen Sound, den man einfach erkennt.
Vor den historischen Mauern des Klosters bekam die Musik zusätzlich eine ganz eigene Atmosphäre.
Jahrzehntealte Rockmusik, ein altes Kloster im Hintergrund und ein Publikum, das die Songs mitsingt.
Mehr Kulisse braucht es eigentlich nicht.
🧙♂️ „GYPSY“ – ZURÜCK ZU DEN ANFÄNGEN
Mit „Gypsy“ ging es anschließend zurück zu den Anfängen der Band.
Der Song stammt vom Debütalbum „…Very ’Eavy …Very ’Umble“ aus dem Jahr 1970 und gehört damit zu den frühesten Kapiteln der Uriah-Heep-Geschichte.
Und genau solche Momente machen einen Konzertabend mit Uriah Heep besonders.
Da steht eine Band auf einer Open-Air-Bühne im Jahr 2026 und spielt einen Song, der mehr als ein halbes Jahrhundert alt ist – und das Publikum geht noch immer mit.
Die längeren instrumentalen Passagen gaben der Band Raum, musikalisch zu arbeiten und ihre Klasse zu zeigen.
Hier stand eindeutig die Musik im Mittelpunkt.
🌅 „JULY MORNING“ – DER EMOTIONALE HÖHEPUNKT
Dann kam „July Morning“.
Einer dieser Songs, die einfach Zeit brauchen.
Der Song baute seine Atmosphäre langsam auf und entwickelte genau dadurch seine besondere Wirkung.
Auch vor der Bühne änderte sich die Stimmung. Wo vorher noch kräftig gerockt wurde, wurde jetzt genauer zugehört.
Für einen Moment hieß es nicht Dauerfeuer, sondern einfach:
Musik wirken lassen.
Und genau solche Momente braucht ein gutes Konzert.
„July Morning“ zeigte noch einmal eine andere Seite von Uriah Heep und sorgte für einen der atmosphärischsten Momente des Abends.
🖤 „LADY IN BLACK“ – DAS PUBLIKUM ÜBERNIMMT
Danach wurde es wieder gemeinschaftlich.
Mit „Lady in Black“ folgte einer jener Songs, bei denen eine Band eigentlich nicht mehr viel erklären muss.
Der Refrain wurde vom Publikum übernommen.
Aus hunderten Stimmen wurde ein gemeinsamer Chor vor den alten Mauern des Klosters.
Ein Klassiker, der auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Wirkung verloren hat.
Hier zeigte sich einmal mehr, dass gute Songs kein Verfallsdatum besitzen.
☀️ ZUGABE – „SUNRISE“ UND „EASY LIVIN’“
Natürlich war nach „Lady in Black“ noch lange nicht Schluss.
Das Publikum wollte mehr – und bekam mehr.
Für die Zugabe kamen Uriah Heep mit „Sunrise“ zurück auf die Bühne.
Noch einmal wurde es atmosphärisch, bevor die Band anschließend das Tempo wieder ordentlich anzog.
Denn für den endgültigen Abschied gab es:
„Easy Livin’“.
Noch einmal Gitarren nach vorne, noch einmal Vollgas und noch einmal ein Publikum, das gemeinsam mit der Band feierte.
Mit den letzten Akkorden von „Easy Livin’“ endete schließlich ein Konzertabend, der Rockgeschichte, Gegenwart und eine ganz besondere Open-Air-Kulisse miteinander verbunden hatte.
⚓ FAZIT – ROCK, DER KEINEN STAUB ANGESTAUBT HAT
Der Abend beim Gießener Kultursommer 2026 funktionierte vor allem deshalb so gut, weil die Kombination stimmte.
The New Roses brachten als Support geradlinigen, modernen Hardrock auf den Schiffenberg und schafften es, das Publikum trotz des etwas regnerischen Wetters ordentlich in Bewegung zu bringen.
Danach übernahmen Uriah Heep.
Und die Rocklegenden machten schnell klar, dass mehr als fünf Jahrzehnte Bandgeschichte kein Grund sind, sich auf vergangenen Erfolgen auszuruhen.
„Save Me Tonight“ eröffnete den Abend, danach folgte eine abwechslungsreiche Reise durch die Geschichte der Band. Von „Shadows of Grief“, „Stealin’“ und „Hurricane“ über „The Wizard“, „Gypsy“ und „July Morning“ bis hin zu „Lady in Black“.
Und natürlich durfte am Ende auch „Sunrise“ und „Easy Livin’“ nicht fehlen.
Das Publikum sang mit, rockte mit und ließ sich auch vom anfänglichen Regen die Stimmung nicht nehmen. Und passend zum Hauptact wurde das Wetter zunehmend besser.
Für mich persönlich war es genau diese Mischung, die den Abend ausgemacht hat: keine überladene Show, sondern Musik, Atmosphäre und ein Publikum, das einfach Bock auf Rock hatte.
Alte Klostermauern, ein bisschen Regen, große Gitarren und Songs, die teilweise älter sind als ein großer Teil des Publikums.
Wenn am Ende „Easy Livin’“ über den Schiffenberg donnert, dann weiß man eigentlich schon alles.
Rockmusik kann altern. Gute Songs tun es nicht.
⚓ Skulls And Bones Magazine sagt: Dieser Abend hatte definitiv die richtige Ladung Rock an Bord!
🎸 URIAH HEEP – KOMPLETTE SETLIST
- Save Me Tonight
- Shadows of Grief
- Stealin’
- Hurricane
- The Wizard
- Sweet Lorraine
- The Magician’s Birthday
- Gypsy
- July Morning
- Lady in Black
Zugabe
- Sunrise
- Easy Livin’


























































