Frozen Factory: „Apocalypse Inc.“ Album im Review
Arrr, setzt die Segel, ihr Landratten, und spitzt die Ohren! ⚓☠️
FROZEN FACTORY stechen mit ihrem neuen Langkahn „Apocalypse Inc.“ in See – und was für eine stürmische Reise das ist!
Wie schon bei früheren Beutezügen führen uns diese Klangpiraten durch weite, unorthodoxe Soundmeere: mal düster wie die Tiefsee bei Neumond, mal gewaltig wie ein Kanonenschlag an Backbord. Schwerer Heavy Rock mit Prog-Schlagseite trifft auf Atmosphäre, Wahnsinn und Melodie – als hätten Pink Floyd, Iron Maiden, Alice in Chains und Depeche Mode gemeinsam eine Schatzkarte gezeichnet.
Lyrisch wird hier nicht rumgetändelt wie auf einem Vergnügungskutter: „Apocalypse Inc.“ erzählt von der tödlichen Gefahr, das eigene Schicksal profitgierigen Mächten zu überlassen, von Kontrolle, Verlust, Wahrheit und Täuschung – Themen auf Leben und Tod, wie es sich für echte Freibeuter des Geistes gehört. Tracks wie „Apoca-Lip-Sync“, „Petrov’s Light“ oder „Reach Through The Waves“ (mit der sirenenhaften Stimme von Riina Rinkinen) schlagen Haken, überraschen mit Wendungen und ziehen den Hörer immer tiefer in den Strudel.
Die Mannschaft zeigt dabei volle Reife: druckvolle Drums, sägende und singende Gitarren, ein Bassfundament wie ein alter Kriegskahn und darüber Stephen Bakers Stimme – mal Ankläger, mal Erzähler, mal Prophet im Nebel. Man hört: Diese Bande weiß, was sie tut, und sie scheut weder Risiko noch Kurswechsel.
Kurzum: „Apocalypse Inc.“ ist kein seichtes Hafenlied, sondern ein episches Logbuch voller Bedeutung, Dunkelheit und musikalischer Schätze. Wer gehaltvollen Metal mit Tiefgang, Storytelling und unerwarteten Haken liebt, wird hier reich belohnt.
Release-Datum (digital): 16. Januar 2026 – also markiert es im Logbuch, Arrr!
☠️ Bewertung: 5 von 6 Schädeln
Ein mächtiger Brocken für alle, die Metal nicht nur hören, sondern erleben wollen. Arrr!



