BRUCE DICKINSON “TEARS OF THE DRAGON” PREISGEKRÖNTES NEUES VIDEO AUS BRASILIEN

Mit düsterer Eleganz, orchestraler Wucht und einer Atmosphäre irgendwo zwischen Renaissance-Gemälde und apokalyptischem Fiebertraum präsentiert Bruce Dickinson eine spektakuläre Neuinterpretation seines Klassikers „Tears Of The Dragon“. Der Song stammt ursprünglich vom legendären 1994er-Album „Balls To Picasso“, erhielt im vergangenen Jahr auf „More Balls To Picasso“ jedoch eine umfassende kreative Neufassung – inklusive monumentaler Orchesterversion und cineastischem Kurzfilm.

Für die Umsetzung zog es den Iron-Maiden-Frontmann nach São Paulo in Brasilien. Nach seinem Auftritt beim The Town Festival schloss sich Dickinson im September 2025 mit den Regisseuren Leo Liberti und Antoine de Montremy zusammen, um aus „Tears Of The Dragon“ weit mehr als nur ein Musikvideo zu machen: ein visuelles Kunstwerk voller Emotion, Dunkelheit und dramatischer Intensität.

Gemeinsam mit seiner House Band Of Hell sowie dem brasilianischen Almai Orchester unter Leitung von Antonio Teoli verwandelte Bruce eine stillgelegte Brauerei in eine gewaltige Filmkulisse. Die alte Industriehalle mit ihrer beinahe renaissanceartigen Architektur wurde zur Bühne für ein eindrucksvolles Zusammenspiel aus Musik, Theater und filmischer Symbolik.

Dabei sorgt das Almai Orchester, das bereits auf der neuen Studioaufnahme des Songs zu hören ist, für eine völlig neue Dimension der atmosphärischen Ballade. Gewaltige Streicherflächen und orchestrale Dramatik verstärken die emotionale Tiefe von „Tears Of The Dragon“ und verleihen dem Song eine beinahe filmische Größe.

Bruce Dickinson selbst beschreibt das Projekt als „brillanten Wahnsinn“. Schon früh stand für ihn fest, dass „Tears Of The Dragon“ auf „More Balls To Picasso“ unbedingt eine Orchesterversion erhalten sollte. Antonio Teoli komponierte die neuen Arrangements, ehe Regisseur Leo Liberti die Idee entwickelte, die düstere Kulisse der verlassenen Brauerei mit einer surrealen, leicht zombifizierten Orchesterästhetik zu kombinieren.

Zusätzlich brachte Liberti die brasilianische Balletttänzerin Renata Bardazi ins Spiel, deren poetische Performance dem Film eine weitere emotionale Ebene verleiht. Zwischen Schatten, Licht und monumentalen Bildern bewegt sich ihre Interpretation des Songs fast geisterhaft durch die Szenerie und verstärkt die melancholische Intensität des Stücks auf eindrucksvolle Weise.

Auch Bruce’ komplette House Band Of Hell taucht im Video auf – wenn auch teilweise in ungewohnter Form. Dickinson selbst scherzt darüber, dass er jedem Bandmitglied kurzerhand ein Instrument in die Hand gedrückt habe, um das Gesamtbild dieses bizarren und kunstvollen Spektakels perfekt zu machen.

Der Aufwand zahlte sich aus: Noch bevor das Video offiziell veröffentlicht wurde, lief der Film bereits auf zahlreichen internationalen Filmfestivals und gewann mehrfach die Auszeichnung als „Bestes Musikvideo“. Weitere Nominierungen und Ergebnisse stehen aktuell noch aus.

Mit dieser Neuinterpretation zeigt Bruce Dickinson eindrucksvoll, dass er auch Jahrzehnte nach der ursprünglichen Veröffentlichung von „Tears Of The Dragon“ weiterhin kreative Risiken eingeht und klassische Songs in völlig neue Formen verwandeln kann. Statt einfacher Nostalgie liefert der Metal-Veteran ein ambitioniertes Gesamtkunstwerk zwischen Rock, Klassik und Filmkunst – düster, emotional und absolut einzigartig.