Alissa White-Gluz: Ein Blick auf Ihren Soloneustart
Arr, ihr Landratten, haltet euch fest an euren Rumfässern – denn ein Beben ging durch die Szene wie eine Breitseite aus hundert Kanonen! Kaum zwei Wochen war es her, dass die Crew von Arch Enemy ihre erfolgreiche Fahrt über die Bühnenmeere beendet hatte, da verkündeten sie in knappen, scharfen Worten die Trennung von ihrer Sirene am Bug: Alissa White-Gluz.
Doch glaubt ja nicht, sie sei sang- und klanglos von Bord gegangen! Nay! Kaum war die Kunde in alle Winde getragen, legte die Kanadierin nach, versprach Überraschungen – und ließ schon am nächsten Morgen die erste Solo-Single wie eine leuchtende Signalrakete in den Nachthimmel steigen. Ein bloßer Vorgeschmack, wie sie sagt. Ein erster Schluck aus einem Fass, das noch lange nicht leer ist.
Ein Abschied mit Herz und Stahl
„Es war schwierig“, ließ sie verlauten, und man konnte förmlich das Knarren der Planken hören. Wenn man viele Jahre auf einem Schiff dient, wird es mehr als nur Arbeit – es wird Teil der eigenen Seele. Mehr als die Hälfte ihrer Karriere hatte sie ihre kreative Kraft in dieses Projekt gegossen. Musik, so sagt sie, sei keine Schicht im Büro, die man abstempelt wie ein Matrose seinen Sold. Sie ist Feuer im Bauch, Sturm im Herzen!
Mit Respekt gegenüber den Fans, der Musik und sich selbst wollte sie die Trennung verkünden – kurz, direkt, ohne falsches Theater. So ehrt man die Vergangenheit, während man zugleich mit festem Blick in neue Gewässer segelt.
Starke Bande über stürmische See
Und wie reagierte die Mannschaft draußen an den Küsten? Mit einer Welle aus Liebe, Ermutigung und echter Unterstützung, die selbst hartgesottene Freibeuter ins Wanken gebracht hätte. Besonders rührte sie, wie sehr die Menschen ihr Wachstum und ihre Entwicklung verfolgten – als seien sie seit Jahren Teil derselben Crew.
Für Alissa war stets klar: Kunst darf nicht in Ketten liegen. Ein Künstler muss die Komfortzone verlassen wie ein Kapitän den sicheren Hafen – hinaus auf offene See, wo Freiheit und Gefahr Hand in Hand tanzen. Die Unterstützung der Fans gab ihr Rückenwind, Selbstvertrauen und die Gewissheit, dass die Verbindung stark genug ist, um auch neue Routen zu tragen.
Der richtige Moment, die Segel neu zu setzen
Schon 2016 hatte sie als Solokünstlerin bei Napalm Records angeheuert und von einem eigenen Album gesprochen. Doch solch ein persönliches Werk, so schwor sie, dürfe man nicht überstürzen. Es brauche Raum, Fokus und kreative Freiheit – wie ein Schiff, das erst sorgfältig gebaut wird, bevor es in See sticht.
Jetzt jedoch, sagt sie, sei der Wind günstig. Klarheit im Kopf, Feuer im Herzen – und eine Vision davon, wie das Werk klingen und sich anfühlen soll. Dieses Album sei keine Laune, sondern eine natürliche Entwicklung. Ein Schatz, auf den sie lange hingearbeitet hat. Und nun ist die Karte vollständig.
Zwei neue Klingen an ihrer Seite
Doch keine Kapitänin segelt allein! An ihrer Seite stehen zwei furchtlose Gitarristinnen: Alyssa Day und Dani Sophia. Zwei Musikerinnen mit einzigartigen Stilen, die sich wie gekreuzte Klingen ergänzen. Gemeinsam erschaffen sie Musik, die schwer wie Kanonendonner, energiegeladen wie ein Sturm, eingängig wie ein Seemannslied und zugleich bewegend wie eine Heimkehr ist.
Alissa könnte nicht stolzer sein auf diese neue Allianz – und verspricht, dass die Fans nicht lange warten müssen, um das Werk zu hören und zu sehen, das sie gemeinsam geschmiedet haben.
So hisst die Kanadierin ihre eigene Flagge, verlässt vertraute Gewässer und steuert mit entschlossenem Blick in eine Zukunft voller Freiheit.
Arrr – der nächste Sturm zieht auf. Und diesmal trägt er ihren Namen.


