From Sheep To Wolves führt „Rejection“ wieder ein, während das neue Album Ephemeris näher rückt

Es gibt eine ganz eigene Art von Müdigkeit, die selbst den härtesten Seebären in die Knie zwingt: das endlose Brüllen in einen leeren Ozean, der niemals zurückbrüllt. Genau dieses bleierne Schweigen, diese schwere Last auf der Brust, fangen From Sheep To Wolves in ihrem neuen Musikvideo zu „Rejection“ ein – so präzise wie ein Entermesser im Mondlicht.

Der Song stammt vom kommenden Album „Ephemeris“, das am 27. Februar 2026 über Wormholedeath die Segel setzt. Doch „Rejection“ ist kein wildes Säbelrasseln – es ist ein Selbstverteidigungszauber, in Töne gegossen. Zwar sind From Sheep To Wolves bekannt für ihre Mischung aus Alternative Metal und elektronischen Pulsen, doch dieser Track schlägt einen anderen Kurs ein: leise, schwer, ausdauernd – wie eine Nachtwache auf ruhiger, aber endlos dunkler See.

 

„Rejection“ erzählt vom Gefühl, ungehört zu bleiben, vom langsamen Zermürben durch eine Welt, die sich nicht ändern will. Es geht um verlorene Hoffnung, generationenübergreifende Frustration und die bittere Erkenntnis, dass man seine Träume manchmal schützen muss, indem man sie tief im Laderaum versteckt. Kein wütender Sturm, sondern ein Lied der Standhaftigkeit – gebaut auf Durchhalten statt auf Zorn.

Was einst 2015 als reines Produktionsprojekt zwischen Carlo Cranmer und John Castiel begann, wuchs rasch zu einem Ungetüm heran, das nach der Bühne verlangte. Zu mächtig waren die Kontraste aus zerquetschenden Breakdowns und atmosphärischen Beats, um im Studio gefangen zu bleiben. Nach der gnadenlosen Intensität ihrer vorherigen Single „Submission“ zeigt „Rejection“ nun, dass diese Crew keine Angst davor hat, verletzlich zu sein, ohne dabei die Schärfe ihrer Klingen einzubüßen.

Das Album „Ephemeris“ verspricht eine Reise durch die Höhen und Tiefen des menschlichen Geistes – von stürmischer Hoffnung bis zu stiller Resignation. Wenn diese ersten Vorboten ein Zeichen sind, dann erwartet uns 2026 eine der ehrlichsten Metal-Veröffentlichungen des Jahres.

Also hisst die Flaggen, hört genau hin – und vergesst nicht: Manchmal ist das leiseste Lied das schwerste, das je über die Meere getragen wurde. Arrr.