Dienstag – Das Sammeln der Flotte

Anno Domini 2025.

Nachdem die Sonne über den Feldern von Dinkelsbühl emporstieg, liefen Schiffe aus allen Winkeln der bekannten Welt in den Hafen des Summer Breeze ein. Zelte wurden errichtet wie mächtige Festungen, Fässer voller Gerstensaft an Land gerollt und Fahnen aller denkbaren Metall-Königreiche im Wind gehisst.

Den ersten Kanonendonner lieferten Space Chaser, deren rasende Thrash-Salven den Auftakt der Kaperfahrt markierten. The Narrator erzählten düstere Geschichten aus den Tiefen der See, während Defiance HC die Mannschaft in den ersten Moshpit des Feldzuges schickten. Einen gehörigen Schuss Rum in die Stimmung mischten schließlich Tragedy, welche mit einem Augenzwinkern selbst den grimmigsten Freibeuter zum Tanzen brachten.

Noch war dies nur das Aufklaren vor dem Sturm.


Mittwoch – Der erste große Sturm

Mit dem ersten offiziellen Festivaltag öffnete der Himmel seine Schleusen, und die Schwarze Flotte stach endgültig in See.

August Burns Red gingen voran wie ein schwer bewaffnetes Linienschiff und eröffneten das Feuer ohne Gnade. Kurz darauf rammten Crystal Lake alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellte.

Als die Nacht hereinbrach, übernahmen die dunklen Magier von Dimmu Borgir das Kommando. Schwarze Segel verdunkelten den Himmel, Chöre hallten über das Schlachtfeld, und für einen Augenblick glaubte man, selbst der Teufel hätte seine Flagge gehisst.

Dem entgegen stellten In Extremo ihre Dudelsäcke, Schalmeien und Flammenwerfer auf Deck und verwandelten den Hafen in ein mittelalterliches Gelage. Den krönenden Abschluss der Reise durch den ersten Sturm lieferten The Halo Effect, deren melodische Geschosse selbst die müdesten Seeleute noch einmal auf die Reling trieben.


Donnerstag – Das Gefecht der eisernen Armada

Der zweite Tag der großen Schlacht brachte Kriegsschiffe von gewaltiger Größe hervor.

Mit donnernden Kanonen liefen Machine Head in den Hafen ein. Jeder Riff war eine Breitseite, jeder Refrain ein Volltreffer. Kaum hatte sich der Pulverdampf gelegt, marschierten Beast In Black auf und verwandelten das Schlachtfeld in eine glorreiche Siegesfeier voller Hymnen und erhobener Trinkhörner.

Die Apokalyptischen Reiter ritten quer über das Festivalgelände und vereinten Wahnsinn, Humor und Metal zu einem wilden Gelage. Währenddessen sorgten Wind Rose dafür, dass jeder Zwerg an Bord seine Spitzhacke schwang und gemeinsam mit der gesamten Besatzung die tiefsten Minen besang.

Bis tief in die Nacht wurde getanzt, gesungen und gegrölt, als gäbe es kein Morgen.


Freitag – Das Feuer auf hoher See

Am dritten Kampftag schien der Wind noch stärker zu wehen.

Die mächtigen Tarja & Marko Hietala führten ihre Stimmen zusammen wie zwei legendäre Kapitäne, die nach langer Reise wieder dieselbe Flagge hissten. Die Menge sang jede Zeile mit, als wäre sie Teil der Schiffsbesatzung.

Kissin‘ Dynamite sorgten anschließend für beste Feierlaune und lieferten eine Show, die selbst den König der Meere beeindruckt hätte.

Weniger freundlich ging es bei Suffocation und Vader zu. Hier flogen die Kanonenkugeln tief, die Moshpits wurden zu tobenden Strudeln, und nur die mutigsten Freibeuter wagten sich mitten hinein.

Als schließlich Primordial den Abend in melancholische Hymnen tauchten, blickten viele schweigend in den Sternenhimmel und dachten an vergangene Fahrten.


Samstag – Der letzte große Kanonenschlag

Nun war der letzte Tag der Expedition angebrochen.

Die Mannschaft wusste, dass jede Minute kostbar war, und so wurde gefeiert, als gäbe es keinen nächsten Hafen.

Fiddler’s Green ließen die gesamte Flotte tanzen wie in der größten Hafenkneipe der Welt. Kein Pirat blieb lange still stehen.

Mit Gaerea zog erneut Dunkelheit über das Land, ehe Omnium Gatherum und weitere Veteranen den letzten Abend mit mächtigen Melodien füllten.

Als schließlich die letzten Verstärker verstummten und die Feuerwerke den Nachthimmel erhellten, senkten tausende Freibeuter ihre Hörner.


Das Urteil des Kapitäns

So endete das Summer Breeze Open Air 2025 – fünf Tage voller Schlachten, Gelage und musikalischer Beute.

Machine Head feuerten die schwersten Breitseiten, Dimmu Borgir beschworen die Finsternis der Tiefsee, Beast In Black und Wind Rose sorgten für ausgelassene Trinkgelage, In Extremo brachten mittelalterliches Leben an Bord und Tarja & Marko Hietala erinnerten daran, dass selbst zwischen Pulverdampf und Kanonendonner Platz für große Gefühle bleibt.

Kein Schiff sank, keine Mannschaft wurde zurückgelassen. Lediglich heisere Stimmen, staubige Stiefel, sonnenverbrannte Gesichter und unzählige Erinnerungen wurden als wertvollste Beute mit nach Hause genommen.

Und so endet dieses Logbuch mit den Worten eines jeden ehrbaren Freibeuters:

„Hisst die schwarze Flagge, füllt die Krüge und haltet Kurs auf das nächste Summer Breeze! Denn wo der Metal erklingt, dort findet ein Pirat stets seinen Heimathafen. Arrr!“